Das Energieautarkes Leben

 

 

„Gibt es eine intelligente Verschwendung von Wärme, Strom und Mobilität?“

 

Gebäude im Wandel der Zeit

 

 Sieht man die   Entwicklung von Gebäuden im Wandel der Zeit, so waren Häuser gesternreine Verbraucher von Strom und Wärme mit ständig steigenden Kosten. 

 

 

 

Heute sind wir in der Lage sogenannte Plus Energie Häuser zu errichten, die mit Solarzellen mehr Strom produzieren als sie verbrauchen. Geheizt wird darin in der Regel mit Strom (Wärmepumpen). Dieser Solarstrom wird hauptsächlich im Sommer erzeugt, die Wärmepumpe hat aber Ihren höchsten Verbrauch im Winter. Dieser Heizstrom muss dann teuer eingekauft werden. Rein wirtschaftlich betrachtet werden die jährlichen Einnahmen aus dem Solarstromverkauf an den Energieversorger gegen die jährlichen Ausgaben für den Hausstromverbrauch aufgerechnet. Dies ergibt im ersten Jahr eine ausgeglichene Bilanz. Da einerseits die Einnahmen aus dem Solarstromverkauf besteuert werden müssen und durch die Inflation jedes Jahr weniger wert sind (Kaufkraft) und andererseits der eingekaufte Strom für Haushalt und Wärmepumpe jedes Jahr teurer wird, steigen die jährlichen Heizkosten und die Abhängigkeit vom Energieversorger bleibt in doppelter Hinsicht bestehen.Das Tanken des Elektroautos in den 6 Monaten der Heizperiode mit eigenem Solarstrom ist auf Grund des hohen Stromverbrauches für die Wärmepumpe kaum möglich.

 

Häuser von morgen gehen einen Schritt weiter und versuchen Abhängigkeiten von Dritten und Zuschüssen drastisch zu reduzieren. Im Mittelpunkt der Überlegung steht der Stromverbrauch. Er soll stark gesenkt werden (anstatt ihn zu erhöhen). Sie erzeugen direkt solare Wärme und solaren Strom aus der Sonne, speichern diesen jeweils in getrennten Langzeitspeichern im Gebäude und können damit ohne Abhängigkeiten die eigene Wärme- und Stromversorgung abdecken. Die Produktion und der Verbrauch von Energie rücken damit räumlich zusammen und verringern so Abhängigkeiten. Durch die Stromspeicherung und den niedrigen Stromverbrauch des Gebäudes kann das eigene Elektroauto in 10 von 12 Monaten mit eigenem Solarstrom betankt werden. Dieses Konzept eines energieautarken Hauses für unter 400.000 Euro folgt einem gesellschaftlich erkennbaren Trend zur Selbstversorgung. Es gibt eine mögliche Antwort auf die Frage, wie wir in Zukunft wohnen werden, wie Häuser aussehen und konzipiert sein müssen, um sich energetisch selbst zu versorgen, ohne auf das öffentliche Energieversorgungssystem angewiesen oder davon abhängig zu sein. 

 

Viele moderne Hauskonzepte führen wegen ihrer Abhängigkeit von Dritten langfristig trotz allen Vorkehrungen zu steigenden Kosten für Heizung, Strom und Mobilität, was zwangsläufig zu Verzicht und Einschränkung führt. Werden die richtigen Rahmenbedingungen gesetzt, so ist intelligente Verschwendung möglich, ohne den Geldbeutel der Nutzer und ohne die Umwelt zu belasten. Die Bewohner können die Heizung aufdrehen, trotzdem sparen und lustvoll mit selbst erzeugtem Solarstrom Autofahren. Diese neue Kultur des Verbrauchens könnte ein Paradigmenwechsel sein, denn auf der Grundlage von Wissen geht es darum, intelligent zu verbrauchen. Weg vom schlechten Gewissen hin zu einem befreiten Genießen. 

Nicht das schlechte Gewissen ist länger der Dreh- und Angelpunkt, sondern eine intelligente Nutzung. Das ist, wenn man so will, vergleichbar dem Paradigmenwechsel in der Kirche – ich baue nicht mehr auf das schlechte und quälende Gewissen des Sünders, sondern verkünde die frohe Botschaft der Erlösung. Es ist sozusagen eine intelligente Verbindung von Kultur (das was der Mensch aus denRessourcenmacht) und Natur (die geschützt bleibt) auf einen Stand der Technik und Erkenntnis, die uns Menschen im 21. Jahrhundert entspricht.

 

Häuser von morgen mit intelligenter Eigenversorgung von Strom und Wärme aus Sonnenlicht am Beispiel des energieautarken Hauses

 

Alles dreht sich um die Sonne

 

Die Sonne ist die einzige kostenlos zur Verfügung stehende Energiequelle und darauf basierend ist die Solarthermie die mit Abstand natürlichste und nachhaltigste Form der Wärmeerzeugung. Langfristig stehen nicht mehr genügend fossile Brennstoffe zur Verfügung, um damit zu heizen. Das erfordert Gebäude mit geringen Wärmeverlusten, die Sonnenwärme und -strom erzeugen, speichern und nutzen. Sie decken so ihren Wärme- und Strombedarf direkt und vor Ort mit der Sonne. Darüber hinaus bietet ein solches Haus eine sinnvolle, werthaltige und sichere Möglichkeit der Altersversorgung: In Zukunft verlieren Einnahmen (die zum Beispiel durch den Verkauf von selbst erzeugtem Solarstrom erzielt werden, die gesetzliche Rente, Mieteinnahmen etc.) aufgrund von Inflation, steigender Preise sowie Besteuerung an Wert (Kaufkraft der Einnahme sinkt). Im Gegensatz dazu vergrößert sich der Betrag der steuerfreien Einsparungen, die zum Beispiel durch die vollständige Eigennutzung von selbst erzeugtem solarem Strom/Wärme entsteht, durch die jährlichen Energiepreissteigerungen. 

 

Das Heizkonzept Solarthermie- der feine Unterschied mit großer Wirkung

 

Die Grundidee eines sich energetisch selbst versorgenden Hauses folgt dem Standard des Sonnenhausinstitutes. Es deckt ganzjährig seinen Bedarf an Heizung und Warmwasser weitestgehend mit direkt erzeugter Wärme aus der Sonne. Dafür ist es mit einem 9 m³ Langzeitwärmespeicher (Wasser) und 46 m² Kollektorfläche ausgestattet. Der zusätzliche Wärmebedarf wird mit einem Kaminofen und etwa 1-2 fm Stückholz (für etwa 75-150 €) pro Jahr gedeckt. Der Primärenergieverbrauch liegt bei 5 kWh/m²a und damit etwa 90 Prozent unter einem Standard EnEV 2009 Einfamilienhaus und etwa 80 Prozent unter einem typischen Standard Passivhaus.

 

Strom – zu kostbar zum Verheizen

 

Zusätzlich erzeugt das Haus mit der Sonne seinen eigenen Strom (Photovoltaik + Akkuspeicher). Dafür sind 8 KWp Photovoltaik in das Dach integriert und entsprechende Stromspeichertechnik vorgesehen, die eine vollständige solare Deckung des Strombedarfes ermöglichen. Eine vierköpfige Familie verbraucht in Deutschland durchschnittlich 3.000-4.000 kWh Elektroenergie im Jahr. Im gut gedämmten Plusenergiehaus kommen dazu dann noch 3.000-4.000 kWh für die Wärmepumpe. Ein solch hoher Stromverbrauch macht eine hochgradige Eigenstromversorgung mit Photovoltaik und Akkus nahezu unmöglich. Wichtigste Voraussetzung für die Projektierung der Eigenstromversorgung für dieses Zukunftshaus war deswegen die Senkung des Haushaltstromverbrauchs auf unter 2.000 kWh/a für eine normale (verschwenderische) Familie mit zwei Kindern. Um dies zu erreichen, wurde nicht nur in Bezug auf Heizenergie vermieden, Strom in Wärme zu wandeln (Wärmepumpen), sondern darüber hinaus auch bei den Haushaltsgeräten (Waschmaschine, Geschirrspüler etc.). Die Verhinderung von standby- Verbrauch der Haushaltsgeräte, der Einsatz eines hydraulischen Pumpsystems mit geringsten Widerständen im Heiz- und Solarkreislauf sowie der Einsatz eines stromsparenden Lichtkonzeptes führt ebenfalls zur Reduzierung des Stromverbrauchs.

Die Solarthermie- und die Photovoltaikanlage sind dachintegriert ausgeführt. Dieses so genannte Solardach ersetzt den Dachziegel und stellt einen vollwertigen, dichten Dachersatz dar. Damit hat das Haus eine anspruchsvolle/ansprechende, hochwertige Optik. Die Solaranlagen sind durch die Gebäudeintegration Teil der Außenhülle und wirken nicht wie sonst oft üblich aufgesetzt. Die steile Dachneigung von 45 Grad verhindert im Sommer eine zu hohe Überschussproduktion an Solarenergie und führt im Winterhalbjahr bei tief stehender Sonne zu einer optimalen Energieausbeute. 

 

Unabhängigkeit = Handlungsfähigkeit

 

http://www.timoleukefeld.de/autarke-gebaeude.html


 

 

 

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